Kürzlich habe ich Versuche mit einem Funkensender und einem einfachen Empfänger mit einem
Fritter durchgeführt. Vor längerer Zeit habe ich das auch schon einmal rein elektronisch gemacht. Das Prinzip war, dass ein
Transistor-Flipflop durch Funkimpulse getriggert wurde. Jetzt kam mir der Gedanke, dass ein RPi Pico das auch können sollte.
Wenn ein Port am Pico als Eingang geschaltet wird, hat er eine
Hysterese. Der interne Schmitt-Trigger ist auch ein Flipflop. Ich muss
also die Spannung so einstellen, dass er gerade noch nicht kippt. Ein
relativ kleiner HF-Impuls sollte dann reichen, den Zustand zu kippen.
Für die Einstellung der optimalen Spannung verwende ich den PWM-Ausgang
mit einer Glättung.
Um die Schaltschwellen des Eingangs zu bestimmen verwende ich den
RC-Oszillator RCosc.tlc. Mit dem TestLab kann dann beobachtet werden,
bei welchen Spannungen der Port kippt.
Mit einer kleinen Erweiterung werden die Spannungen der
Umschaltpunkte direkt angezeigt. Dazu wird die Spannung bei jeder
Umschaltung gemessen und ausgegeben.
Der obere Umschaltpunkt liegt also bei ca. 119. Allerdings könnte
der genaue Umschaltpunkt etwas zu hoch angezeigt werden, weil gewisse
Programmlaufzeiten die Messung verzögern. Mit dem fein einstellbaren
PWM-Ausgang kann die Schwelle noch genauer bestimmt werden. Wenn PWM1 =
112 eingestellt wird, kippt der Port gerade in den 1-Zustand.
Für das Fritter-Programm muss die Ausgabe also noch etwas tiefer
auf 111 eingestellt werden. Immer wenn der Port durch einen Impuls in
den 1-Zusatnd kippt, springt das Programm nach L2 und schaltet für eine
Sekunde eine LED an P1 ein.
Rem Fritter
0x09FE Pdir = 254
0x010A A = 10
0x21F0 Call L240:
0x106F PWM1 = 111
L1:
0x4000 A = Pin0
0x0201 B = 1
0x2208 If A=B Jmp L2:
0x2004 Jmp L1:
L2:
0x0802 Pout = 2
0x1A01 Delay s = 1
0x1000 PWM1 = 0
0x0800 Pout = 0
0x1A01 Delay s = 1
0x106F PWM1 = 111
0x2004 Jmp L1:
Mit einer Induktivität und einer kleinen Antenne ist das Gerät
fertig. Eine empfangene HF-Spannung addiert sich zur Ruhespannung knapp
unter dem Schaltpunkt. Wenn mindestens eine Schwingung weit genug nach
oben reicht, kippt der Port um. Nach einer Sekunde wird die
PWM-Spannung heruntergefahren, um den Port zu löschen. danach geht es
mit der Ruhespannung weiter.
Das Programm funktioniert sehr zuverlässig. Normalerweise ist die LED
aus. Aber wenn ich am Abstand 1 m mit meinem Piezofeuerzeug einen
Impuls erzeuge, geht sie für eine Sekunde an. Es reicht auch, wenn ich
eine Lampe oder ein Gerät im Labor ein- oder ausschalte, Auch dabei
entsteht ein Impuls mit großer Reichweite, weil die Netzleitungen als
Antenne arbeiten.
Mit einem Arduino Nano geht es auch: Siehe
https://www.instagram.com/p/DYtowKZjfCZ/