Der ewige Blinker mit dem PFS154          


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Jetzt soll auch einmal der PFS154 im achtpoligen Gehäuse zum Einsatz kommen. Ich hatte noch Platinen, die eigentlich für größere Controller gemacht waren. Aber den freien Platz kann man gut gebrauchen, um eine komplette Schaltung darauf zu bauen. Mit seinen acht Steckkontakten kann die Platine direkt in den Brenner gesteckt werden. Das hat auch auf Anhieb funktioniert.



Für eine einfache Anwendung wie den ewigen Blinker kommt es besonders auf geringe Stromaufnahme an. Ein Blick ins Datenblatt  zeigte den extrem geringen Stromverbrauch, wenn man den langsamen ILRC-Oszillator verwendet. Der Controller läuft dann mit rund 50 kHz, nicht sehr genau, aber sehr stromsparend. Gemessen habe ich ca. 50 µA.  Eine Mignon-Batterie mit 2000 mAh würde damit theoretisch vier Jahre durchhalten. Das erklärt, warum diese Controller oft ohne einen Schalter eingesetzt werden können.

Die die Verzögerung mit .delay verstehe ich jetzt besser. Ich dachte erst, dass hier Mikrosekunden angegeben werden und der Compiler das irgendwie mit der Taktfrequenz verrechnet. Aber tatsächlich gibt man Taktimpulse an. Eine Messung der Impulslänge mit dem Oszi hat es geklärt. Es sollen also LED-Impulse von 10 ms einmal in der Sekunde wiederholt werden.




Bei diesem geringen Strombedarf sollte es möglich sein, alles mit einem Speicherkondensator mit 0,47 F, 5,5 V zu betrieben. Auf der Platine gibt es einen Jumper, mit dem man VCC abschalten kann. Das ist nötig, um ein neues Programm zu brennen. An einem Port liegt nun eine LED mit eingebautem Vorwiderstand 1 k.



Damit die Schaltung lange blinkt, muss man eine recht tiefe Entladung des Kondensators zulassen. Der Spannungswächter LVR wird deshalb auf 2.0 V eingestellt. Der Controller läuft dann in einem Bereich von 5,5 V bis herab auf 2,0 V Wenn die LED während eines Impulses im Durchschnitt 2 mA braucht, sind das gemittelt über die Zeit nur 20 µA. Rechnet man zur Sicherheit mit insgesamt 100 µA, entlädt sich der Kondensator im 4700 s um 1 V. Die LED könnte also theoretisch vier Stunden lang blinken. Aber das hängt auch noch von der Selbstentladung des Kondensators ab. Die Leckströme werden nach einiger Zeit im Gerbrauch immer geringer. Nach mehrmaligem Aufladen wurde tatsächlich eine Betriebsdauer von fünf Stunden erreicht.


void FPPA0 (void)
{
// .ADJUST_IC SYSCLK=IHRC/2 // SYSCLK=IHRC/2
.ADJUST_IC SYSCLK=ILRC //ca. 50 kHz, 50 µA @ 3V

// Insert Initial Code

PAC = 255;
PBC = 255;
while (1)
{
PA = 255;
.delay(500); //ca. 10 ms
PA = 0;
.delay(50000); //ca. 1 s
}
}



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