Reparatur einer Küchen-LED-Leuchte

 
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Diese LED-Leuchte hat einen optischen Sensor. Man kann die Lampe ohne direkte Berührung ein- und ausschalten, indem man die Hand annähert. Das ist in der Küche sehr sinnvoll, damit nicht etwa irgendwelcher Kuchenteig am Schalter kleben bleibt. Hier sieht man die schon reparierte Leuchte, die aber für das Foto mit einer Gleichspannung von 212 V betrieben wurde, was einen LED-Strom von 2 mA brachte.



Dieses Hochspannungs-Netzteil bis 500 V von Modul-Bus hat mir bei der Reparatur sehr geholfen, weil ich damit alle Messungen und Tests ohne direkte Verbindung zum Netz und mit reduzierter Spannung und begrenztem Strom durchführen konnte.



Die Netzplatine in der Lampe hat einen Vierweggleichrichter und liefert bis ca. 350 V Gleichspannung und zusätzlich eine Hilfsspannung von 5 V.



Eine zweite Platine unter dem optischen Sensor hat zwei kleine ICs. Das linke ist ein Controller für die Reflex-Lichtschranke. Ich konnte kurze Impulse an der IR-LED erkennen und empfangene Impulse am Fototransistor. Der Controller macht daraus ein Schaltsignal mit 0 V / 5 V, das den LED-Strom schalten sollte. Das rechte IC ist eine Stromquelle SM2083. Etwas Ähnliches hatte ich schon in einer anderen Lampe gefunden (15.11.18: LED-Filamente). Eine Konstantstromquelle verringert die Anforderungen an das Siebglied. Ein relativ kleiner Siebkondensator kann zum Beispiel ein Restbrummen von 50 V haben, das die Stromquelle komplett ausregeln kann.



Hier wurde der DIM-Eingang mit dem Schaltsignal angesteuert. Das IC war allerdings defekt, sodass der LED-Strom abgeschaltet bleib.



Für die Reparatur musste ein Power-FET IRF840 aus der Bastelkiste herhalten. Er bildet nun ebenfalls ein Stromquelle. Das Gate liegt am 5-V-Schaltsignal, Source an REXT und Drain an OUT.



Mit dem regelbaren Hochspannungs-Netzgerät konnte ich die Funktion der Stromquelle überprüfen. Ab einer Spannung von 240 V bleibt der LED-Strom konstant bei 30 mA. Vorher hatte ich übrigens den Transistor allein durchgemessen und festgestellt, dass bei einer Gate-Spannung von 3 V ein Drain-Strom fließt. Damit bleiben ca. 2 V an den Widerständen am Pin REXT. Es war also zu erwarten, dass die Stromquelle funktioniert.



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