Die beste Ehefrau hat mir einige Glühlampen zur Entsorgung gegeben.
Weil aber gerade eine E14-Birne für eine Leselampe fehlte, wollte ich
eine davon einsetzen. Sie war aber nicht beschriftet. Und ich wollte
wissen, ob ich die höhere Leistung im Vergleich zu einer LED-Lampe mit
meinem ökologischen Gewissen vereinbaren kann. Also habe ich den
Kaltwiderstand mit dem Ohmmeter gemessen: 180 Ohm.
Eine Faustregel besagt, dass der Widerstand im normalen Betrieb um den
Faktor 10 größer ist. 230V / 1800 Ohm = 128 mA. Und 230 V * 128 mA = 29
W. Zum Vergleich hatte ich eine beschriftete Lampe mit 50 W. Sie hatte
einen Kaltwiderstand von 85 Ohm. Die gleiche Rechnung brachte eine
geschätzte Leistung von 62 W, also vermutlich 24% zu viel. Im gleichen
Maße korrigiert hat die kleinere Lampe 23,4 W. Geschätzt hatte ich
nominell 25 W. Und am Ende habe ich doch noch eine sehr schwache
Beschriftung mit 25 W entdeckt, die Methode bringt also reelle
Ergebnisse.
Mein ökologisches Gewissen habe ich dann folgendermaßen beruhigt: Weil
diese Lampe ja auch Wärmestrahlung abgibt und mit dem Reflektor sehr
effektiv ist, kann ich am Abend beim Lesen die Zimmertemperatur etwas
absenken, was vermutlich mehr Energie einspart. Außerdem hat die Lampe
ein sehr schönes, warmes Licht.