Labortagebuch Februar 2026

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12.2.26: Indirekte Leistungsmessung




Die beste Ehefrau hat mir einige Glühlampen zur Entsorgung gegeben. Weil aber gerade eine E14-Birne für eine Leselampe fehlte, wollte ich eine davon einsetzen. Sie war aber nicht beschriftet. Und ich wollte wissen, ob ich die höhere Leistung im Vergleich zu einer LED-Lampe mit meinem ökologischen Gewissen vereinbaren kann. Also habe ich den Kaltwiderstand mit dem Ohmmeter gemessen: 180 Ohm.

Eine Faustregel besagt, dass der Widerstand im normalen Betrieb um den Faktor 10 größer ist. 230V / 1800 Ohm = 128 mA. Und 230 V * 128 mA = 29 W. Zum Vergleich hatte ich eine beschriftete Lampe mit 50 W. Sie hatte einen Kaltwiderstand von 85 Ohm. Die gleiche Rechnung brachte eine geschätzte Leistung von 62 W, also vermutlich 24% zu viel. Im gleichen Maße korrigiert hat die kleinere Lampe 23,4 W. Geschätzt hatte ich nominell 25 W. Und am Ende habe ich doch noch eine sehr schwache Beschriftung mit 25 W entdeckt, die Methode bringt also reelle Ergebnisse.

Mein ökologisches Gewissen habe ich dann folgendermaßen beruhigt: Weil diese Lampe ja auch Wärmestrahlung abgibt und mit dem Reflektor sehr effektiv ist, kann ich am Abend beim Lesen die Zimmertemperatur etwas absenken, was vermutlich mehr Energie einspart. Außerdem hat die Lampe ein sehr schönes, warmes Licht.



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