Calliope Mini im Test

           
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Mein Freund Rainer besitzt schon eine Early-Bird-Version des Calliope Mini, wo andere noch drauf warten. Er war so nett, ihn mir für ein paar Tests zu leihen. Ich musste nur versprechen, dass ich nicht mit dem Lötkolben dran gehe. Das ist aber auch kaum nötig, weil er schon Anschlusskabel angeschraubt hat. Dazu wurden Kunststoffschrauben verwendet, die jetzt zugleich als isolierte Standfüße dienen.

Nach dem ersten Anschließen an den PC dauert es etwa eine Minute, aber dann erscheint ein neues Laufwerk mit dem Namen Mini. Es funktioniert also genau wie beim Micro:bit. Das Verzeichnis kann man öffnen.

Die Datei Mini.HTM enthält einen Link auf https://calliope.cc/. Hier erhält man alle nötigen Informationen für die ersten Schritte und findet die zugehörige Software. Da konnte ich gleich mal den Calliope mini Editor testen und ein erstes Programm schreiben. Es gibt einen sehr eingeschränkten Befehlsumfang, der ganz gut zur Zielgruppe in der Grundschule passt. Mein erstes Programm war deshalb auch in zehn Sekunden fertig. 

Aber leider funktioniert es nicht korrekt. Das System verhält sich so, als wäre die Taste B immer gedrückt. Ich vermute, es hat etwas damit zu tun, dass ganz am Ende noch Ports und Funktionen umsortiert wurden, sodass Hardware und Software noch nicht ganz zusammenpassen. 


Aber es gibt ja auch noch PXT. Deshalb wurde das fast gleiche Programm noch mal mit PXT geschrieben. Und da funktioniert es wie gewünscht. Sowohl die Taste A als auch die Taste B werden korrekt erkannt.



Das wirft gleich die Frage auf, wie kompatibel der Calliope Mini zum Micro:bit ist. Das wäre ja immerhin nett, wenn man kompilierte Hex-Files vom Micro:bit einfach in den Calliope laden könnte. Der Test ist ja auch ganz einfach, weil ich mein Verzeichnis aller Programme zum Micro:bit Praktikum habe. Da reicht es, die Hex-Files nacheinander in das Calliope-Laufwerk zu schieben. Hier die vorläufigen Ergebnisse:

Fazit: Die Programme aus dem Microbit-Praktikum und die vielen Beispiele auf den Micro:bit-Seiten sind überwiegend nicht direkt verwendbar, sondern müssen mit einem Calliope-Compiler nachprogrammiert werden.

Siehe auch:
https://calliopemini.wordpress.com/2017/02/26/calliope-mini-rev-1-0-was-hat-sich-geaendert/
https://calliope.cc/faq

Also noch mal zum PXT-Compiler speziell für den Calliope. Damit kann ich auch gleich die zusätzliche Hardware auf der Platine  testen.
Hilfreich wäre ein Schaltplan und eine Übersicht zur Ansteuerung der Hardware. Das kommt bestimmt beides bald.


Ein Hinweis von Wolfgang, der ja den Microbit-Schaltplan gezeichnet hat: Der Calliope-Schaltplan steht schon frei zugänglich im Netz:

https://calliope-mini.github.io/v10/

Super! Damit sind alle offenen Fragen zu klären. Danke an die Calliope-Macher! Das läuft besser als bei Microbit, wo die Leute den Schaltplan unter dem Tisch halten.  



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