Labortagebuch Juli 2019

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18.7.19: Batterien nachladen



Kann man ganz normale Zink-Kohle-Batterien oder Alkalizellen nachladen? Es hab in der Vergangenheit immer wieder Berichte, dass das mit Einschränkungen geht. Meine eigenen Versuche waren durchwachsen. Zwei Alkali-Mignonzellen habe ich mehrfach wieder geladen. Es war wichtig, dass sie nicht völlig leer waren, dann konnte ich sie wieder etwas auffrischen. Als dann aber einmal mitten in der Nacht eine der Zellen mit pistolenlautem Knall geplatzt ist, habe ich die Sache aufgegeben.

Kürzlich habe ich noch mal einen Versuch mit  einem 9V-Alkaliblocks unternommen, der schon weit unter 5 V entladen war. Mit einem sehr geringen Ladestrom von ca. 10 mA konnte ich sie im Laufe von zwei Stunden wieder auf über 9 V bringen. Danach hat  Batterie aber im Leerlauf in nur einem Tag alles wieder verloren. Möglich aber, dass das Ergebnis besser gewesen wäre, wenn die Batterie erst halb entladen war. Die Einzelzellen solcher Batterien lassen sich leicht trennen und irgendwo einlöten, sodass man sich beliebige Spannungen zusammenstellen kann.

Jemand schrieb mir zu dem Thema: In billigen Solarleuchten ist oft ein Mignon oder Lady Akku verbaut. Nach einem Jahr gibt er seinen Geist auf. Ein Ersatzakku ist zu teuer. Ich habe nun eine einfache schon einmal gebrauchte Primärzelle(Batterie) aus meiner Fernsteuerung eingebaut und es geht schon den ganzen Sommer.

Das bestätigt meinen Eindruck, mit nicht ganz leeren Batterien und sehr geringem Ladestrom kann man Erfolg haben. Allerdings vergrößert man mit dem Aufladen die Gefahr, dass Batterien auslaufen.


9.7.19: Low-Power-OPAMP MCP6004



In meinem zerlegten Rauchmelder habe ich ein Bauteil entdeckt, das interessant schien. Der MCP6004 ist ein vierfacher Operationsverstärker für den Betrieb ab 1,8 V. Es gibt ihn auch im DIP-Gehäuse bei Reichelt, und er ist nicht sehr teuer. Für einen ersten Versuch habe den SMD-Baustein ausgelötet und auf eine Adapterplatine gesetzt. Und für einen ersten Test habe ich einen Sinus-Oszillator gebaut. Alles lief mit 3 V, wobei auch die Batterie aus dem Rauchmelder stammt.



Es handelt sich um einen Wienbrückenoszillator ohne Amplitudenregelung. Der Gedanke war, dass die Verstärkung so eingestellt wird, dass das Signal gerade bei 0 V und 3V clippt und dadurch stabil wird. Damit konnte ich gleich testen, ab dieser CMOS-OPV wirklich rail-to rail arbeitet. Das hat auch tatsächlich gut funktioniert.



Mit der Pufferstufe am Ende wollte ich testen, wie der OPV mit niederohmigen Lasen klar kommt, z.B. als Kopfhörerverstärker. Auch den Test hat er bestanden. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich ein paar dieser ICs mitbestellen.






5.7.19: Standantenne für 2,4 GHz



Diese Antenne ist mir beim Aufräumen in die Hände gefallen. Ich hatte mich gefragt, wie der innere Aufbau ist und deshalb mal  reingeschaut. Der Aufbau ähnelt einem Dipol aus zwei Rohren, wobei der Kabel durch das untere Rohr geführt ist. Die Gesamtlänge beträgt ca. 5 cm. Die relativ dicken Rohre sorgen für eine größere Bandbreite. Meine Vermutung ist, dass die Antenne mal für WLAN auf 2,4 GHz eingesetzt wurde. Die Wellenlänge ist dann 12,5 cm, und der Dipol müsste theoretisch ca. 6 cm lang sein. Aber durch die dicken Strahler und die Kapazität zum innen liegenden Koaxkabel müsste sich die Resonanz etwas nach unten verschieben, sodass de Dipol etwas kürzer sein darf.



2.7.19: AVR Studio 4



Jetzt war es mal wieder so weit, neuer Rechner, neue Software. Auf der Suche nach dem AVR Studio 4 bin ich auf diese Seite bei Microchip gestoßen, die ja inzwischen Atmel gekauft haben:
https://www.microchip.com/mplab/avr-support/avr-and-sam-downloads-archive

Hier findet man schön vereint alle alten und neuen Versionen. Die neueren Versionen (Atmel-Studio) enthalten auch die 32-Bit ARM-Familie und sind mir zu groß und zu umständlich. Jetzt habe ich das AVR Studio 4.18 unter Win10 installiert. Alles läuft wie gewohnt, auch mein gern eingesetztes STK500. Und sogar eine RS232-Schnittstelle besitzt der neue PC, sodass der Brenner direkt an COM arbeiten darf.
 









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