Der Ring-Oszillator

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Der Ring-Oszillator besteht aus einer geschlossenen Kette invertierender Verstärkerstufen. Man kann drei, fünf, sieben oder neun Stufen verwenden, es kommt nur darauf an, dass es eine ungerade Zahl ist. Der Vorteil dieser Schaltung ist, dass kein Kondensator benötigt wird, sie wird daher gern in integrierten Schaltungen wie z.B. Mikrocontrollern eingesetzt. Im Prinzip kandelt es sich insgesamt um einen gegengekoppelten Verstärker, der aber wegen der hohen Gesamtverstärkung ins Schwingen gerät. Hier wollte ich es einmal mit fünf Stufen versuchen. Um den Ring nicht zu beeinflussen, habe ich eine Pufferstufe nachgeschaltet. Alle Widerstände in der Schaltung haben 2,2 k, alle Transistoren sind vom Typ BC548A.



Die erzeugte Frequenz des Oszillators liegt über 1 MHz und ist etwas von der Betriebsspannung abhängig. Ein flaches Maximum findet sich bei Ub = 3,0 V und f = 1650 kHz. Der Ring-Oszillator kann im weitesten Sinne als Laufzeitoszillator betrachtet werden. Die Signal-Laufzeit aller fünf Stufen beträgt eine halbe Schwingungsperiode, bei 1,65 MHz also gerade 300 ns. Jede einzelne Stufe hat damit eine Laufzeit von 60 ns. Bei hoher Betriebsspannung wird die Verzögerung etwas länger, weil die Transistoren stärker in die Sättigung gefahren werden.  



Der Probeaufbau



Auch mit CMOS-Invertern kann die Schaltung sinnvoll aufgebaut werden. In dieser Form eignet sich der Oszillator als VCO mit großem Einstellbereich.





Ringoszillator mit kleiner Betriebsspannung  von Norbert Renz

Ich habe mal mit 3 x 1 MegOhm und 3 x BC549C probiert und es läuft sogar noch bei 0,4 V. Eine Fotodiode BPW34 als kleine Solarzelle reicht für die Stromversorgung.  Mit 3 x AC185VII und 3 x 100 Ohm läuft die Schaltung sogar bis 140 mV!  Ich habe dann noch die drei Widerstände mit 100 Ohm durch Drosseln zu je 4 mH ersetzt. Die Schaltung läuft jetzt bei 40 mV! Da haben Tunneldioden jetzt schon Mühe...


 


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