Ein
Hinweis zum Spulenkern von Günther Zöppel:
Habe
gestern mit meiner Enkelin das KW-Retroradio aufgebaut – toll
!
Was man mit so wenigen Bauteilen alles empfangen kann… Einen
Tipp habe ich noch: Bei unserem Exemplar war der Ferritkern der Spule
wegen der Schutzlackierung so festgeklebt, dass er sich nicht drehen
ließ. Damit er nicht durch Krafteinwirkung zerbricht (das
Material ist ziemlich spröde), habe ich die Spule mit etwas
Spiritus benetzt und etwa 5 min abgewartet, dann hatte sich offenbar
der Schutzlack soweit gelöst, dass der Kern vorsichtig gedreht
werden konnte. Ein Tröpfchen Öl schützte
anschließend die Kernoberfläche vor dem
Wiederfestkleben.
Jetzt ist der Frequenzabgleich problemlos möglich.
Dieselbe
Spule wird übrigens auch beim Röhrenradio und um beim
Lernpaket Röhrentechnik verwendet und kann einzeln bei
Modul-Bus
bestellt werden. www.ak-modul-bus.de/stat/kurzwellenspule.html
Große Bilder für
die Fehlersuche
Ich habe Ihr "Kurzwellen-Retroradio" nachgebaut und mich an die genauen
Anweisungen im Aufbau und Anlöten gehalten - aber das
Gerät geht nicht an
(LED leuchtet nicht, kein Ton). Womöglich nur eine falsche
Verlötung zwischen dem Lautstärke-Schalter und der
Batterieversorgung. Meine Frage: Könnten Sie mir ein besseres
Foto / mehrere Bilder mit der kompletten Verdrahtung von oben und von
der Seite zuschicken, damit ich mich besser auf Fehlersuche machen
kann?
Hier die größeren Fotos ( 5 MB): BilderKwAudion.zip Das KW-Audion
empfängt CW und SSB
Das Franzis-Kurzwellenradio empfängt CW- und SSB-Amateurfunk im 80-m-Band, kurz
vor 8 Uhr am Morgen. Der Rückkopplungsregler wird zur Feinabstimmung
verwendet.
CW
(Morse-Telegraphie): Ein Funkamateur aus Österreich im Kontakt mit
einem Funk-Kollegen in Deutschland. Die fernere Station ist lauter zu
hören, was auf Kurzwelle oft vorkommt.
Mit
dem Spulenkern und dem Trimmer am Drehko kann der Empfänger so
eingestellt werden, dass die Skala gut passt. Bei den Geräten der
ersten Serie hatte sich gezeigt, dass der PNP-Transistror eine
ungewöhnlich hohe Basiskapazität hatte. Dadurch war es
schwierig, das obere Bandende zu erreichen. In Elo gab es Umbautipps, um das Problem zu lösen.
Nun
habe ich ein Muster der neuen Auflage bekommen. Als erstes habe ich die
Transistoren nachgemessen: ca. 10 pF zwischen B und E, perfekt. Nach
dem Aufbau gab es keine Probleme, 3,5 MHz bis 9,5 MHz einzustellen.
Allerdings zeigte sich nun, dass bei 3,5 MHz der Schwingungseinsatz
schwierig wurde. Aber so funktioniert es: Der Spulenkern wird für
maximale Induktivität ganz reingedreht. 9,5 MHz liegt nun bei
Rechtsanschlag des Drehkos. Der Drehknopf wird so aufgesetzt, dass der
Zeiger am rechten Anschlag bei 9,5 MHz steht. Die Skala stimmt jetzt
auch bei 3,5 MHz. Weil aber der Drehko an dieser Stelle etwas weniger
als die volle Kapazität hat, ergibt sich ein größeres
L/C-Verhältnis und damit eine höhere Leerlaufgüte. Nun
kann der Schwingungseinsatz ab 3,5 MHz erreicht werden um damit CW zu
empfangen.
KW-Radio im Mini-Gehäuse
Nur so zum Spaß habe ich das Kurzwellenradio mal in
das kleine Gehäuse des Mittelwellenradios (Mini-Version ohne Anzeigeinstrument, Baugröße wie beim UKW-Radio)
eingebaut. Dazu musste ich nur zusätzliche Löcher für das mittlere Poti und für
die Antennenbuchsen bohren. Die LED und die Potianschlüsse liegen jetzt etwas
enger unter der Platine. Fazit: Vielleicht ganz praktisch als Reiseradio..
Kurwellenradio Neuauflage 2012
Alle Jahre wieder gibt es eine neue Auflage des Bausatzes, Ich bekomme dann ein
Muster, an dem ich die Vollständigkeit und Funktion der Bauteile überprüfen
muss. Aus diesem Anlass habe ich mal wieder ein Kurzwellenradio komplett
aufgebaut. Weil ich ja jetzt schon in Übung bin, hat der Aufbau nur eine Stunde
benötigt, Test und Abgleich noch einmal eine halbe Stunde. Es hat auf Anhieb
funktioniert. Jetzt läuft hier gerade eine deutsche Sendung von Radio Moskau im
31-m-Band, historische Informationen zur großen Katarina und ihrer Stadt St. Petersburg.
Der Test zeigte folgende Unterschiede zur alten Auflage: Einige kleine Fehler
im Handbuch sind berichtigt, u.a. wurde die Beschreibung der Drehko-Anschlüsse angepasst.
Die Kabel im Bausatz sind diesmal blau. Bei den PNP-Transistoren gab es in der
ersten Auflage ein Problem mit zu großen Sperrschichtkapazitäten. Die aktuellen
Transistoren passen optimal. Der Abgleich war deshalb einfach: Trimmer am
Drehko ganz heraus, Spulenkern etwa zwei Windungsgänge heraus, dann stimmte die
Skala.