Labortagebuch Oktober 2017

 Elektronik-Labor  Notizen  Projekte  Labortagebuch

19.10.17: Ein Fledermausdetektor zum Stecken



Die ersten Prototyp-Platinen für einen veränderten Franzis-Fledermausdetektor sind angekommen. Das Ziel der Neukonstruktion ist eine Version, die man ohne Löten zusammenbauen kann. Alles ist nun SMD, die Potis sind dann schon eingelötet, und alle externen Anschlüsse haben Stecker. Damit wird der Bausatz auch für Naturfreunde ohne Lötkolben interessant. Die alte Version wird es parallel geben, denn viele wollen mehr selbst bauen.



Wie immer hatte ich gehofft, dass beim ersten Prototyp schon alles stimmt. Es funktioniert auch schon. Aber wie das so geht, einige kleine Fehler sind doch noch drin. Die Potis und zwei Stecker müssen umgepolt werden, damit am Ende alles so funktioniert wie gewohnt.



16.10.17: Pinheader trennen



Oft brauche ich sechspolige Pinheader, z.B. für einen ISP-Anschluss. Meist liegt irgendwo eine längere Leiste herum von der ich die passende Länge abschneiden kann. Wenn ich das aber auf die Schnelle mit der Zange versuche, gibt es meistens Bruch. Deshalb verwende ich gern eine andere Methode: Eine Cutter-Klinge wird mit dem Lötkolben erwärmt und schneidet dann den Pinheader weich und sauber ab.

Die Edelstahlklinge muss an einer Stelle abgekratzt und verzinnt werden, damit von da aus genügend Wärme übertragen werden kann.  Edelstahl bildet an der Oberfläche eine Chrom-Oxidschicht, die das Rosten verhindert, aber auch das Löten. Aber frisch abgekratzt bekommt man eine Lötverbindung. An der Stelle bildet sich kein neues Oxid mehr. So hat man den richtigen Ansatzpunkt für die Erwärmung der Klinge. Es dauert dann nur ein paar Sekunden, bis ein Pinheader durchtrennt ist.

Ein Tipp von Dieter Drewanz

Für solche Trennarbeiten geht auch eine Laubsäge mit einem dünnen Sägeblatt, sofern vorhanden. Von allen Seiten angesägt, lassen sich die Pins meistens auch gut trennen.

9.10.17: Ein Pulsmessgerät intern




Ein defektes Pulsmessgerät durfte seziert werden. Ich wollte immer schon mal sehen, wie diese kleinen Pumpen aussehen. Da ist sie, eine Membranpumpe mit Einlassfilter und Absperrventil. Es gibt zwei Ausgangsstutzen. Einer führt zu einem Magnetventil, das im aktiven Zustand schließt und im Ruhezustand Druck ablässt. Der Motor läuft im Normalfall mit 3 V bei etwa 300 mA, arbeitet aber schon ab 1 V. Wenn man den Auslass der Pumpe zuhält, bleibt der Motor bei einer Strombegrenzung auf 500 mA stehen. Interessant ist auch die Elektronik mit einem Silizium-Drucksensor.


 Elektronik-Labor  Notizen  Projekte  Labortagebuch